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Kostenaufwand in Familiensachen



Die Kosten eines familienrechtlichen Gerichtsverfahrens setzen sich in aller Regel aus drei Einzelposten zusammen:

Gebühren der Rechtsanwältinnen/Rechtsanwälte
Gerichtliche Verfahrenskosten
eigene Kosten der Mandantin/des Mandanten (etwa Kommunikations- und Fahrtkosten).


Gebühren der Rechtsanwältinnen/Rechtsanwälte und gerichtliche Verfahrenskosten werden nach dem sogenannten Gesamtverfahrenswert ermittelt; diesen setzt das Gericht aus den Einzelverfahrenswerten für Scheidung und Scheidungsfolgesachen (etwa Versorgungsausgleich) regelmäßig im Laufe des Verfahrens vorläufig, und sodann nach Abschluß des Verfahrens endgültig fest.

Die Höhe der Gebühren der Rechtsanwältinnen/Rechtsanwälte richtet sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz [RVG] oder nach einer besonderen Vereinbarung. Alle in der Bundesrepublik Deutschland zugelassenen Rechtsanwälte sind an die geltenden Gesetze (hier insbesondere an das Gebühren- und Kostenrecht) gebunden: Sie dürfen für ein gerichtliches Verfahren nicht weniger verlangen, als das Gebührenrecht vorsieht, und mehr nur dann, wenn sie mit ihrer Mandantin/ihrem Mandanten eine schriftliche Vereinbarung (»Gebühren- bzw. Honorarvereinbarung«), insbesondere für einen Erfolg, abgeschlossen haben. Für eine Internet-Scheidung (Hilfe beim Ausfüllen der Formulare, Einreichen der Scheidung bei Gericht und vollständige Abwicklung des familiengerichtlichen Verfahrens) dürfen Rechtsanwältinnen/Rechtsanwälte für ihren Online-Scheidungs-Service nicht weniger abrechnen, als das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz vorsieht.

Besonderheiten gelten für Beratungs- und Prozess-/Verfahrenskostenhilfe sowie für Zahlungspflichten Dritter (insbesondere unterhaltsrechtlicher Mehr-/Sonderbedarf und Prozessfinanzierung).