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Gebühren der Rechtsanwälte - FD-Logo-500

Gebühren der Rechtsanwälte





Wer daran denkt, einen Rechtsanwalt aufzusuchen, denkt natürlich auch an die dann entstehenden Kosten. Weite Teile der Bevölkerung sind durch Regenbogenpresse wie auch durch anderweitig »Geschädigte« insoweit vielfach verunsichert. In einem Beratungsgespräch (»Kontaktgespräch«) können - meist allerdings vor der endgültigen Festsetzung des Verfahrenswertes die voraussichtlich anfallenden Kosten für die gesamte anwaltliche Tätigkeit und gegebenenfalls auch die Gerichtskosten ermittelt werden. Natürlich hängt der Umfang der Kosten auch von dem Umfang der Streitsachen im Einzelfall ab. Es liegt auf der Hand: Je mehr Streitigkeiten, um so höhere Verfahrenskosten.

Gesetzliche Vergütung
Jede Tätigkeit eines Rechtsanwalts löst eine bestimmte Gebühr aus. Die wichtigsten Gebühren für Rechtsanwälte sind die Geschäfts-/ Verfahrensgebühr, die Terminsgebühr und - wenn eine gütliche Einigung zustande kommt - die Vergleichsgebühr. Diese Gebühren sind - wenn es sich um sogenannte Rahmengebühren handelt - nicht exakt festgelegt, sondern der Rechtsanwalt bestimmt je nach Umfang, Schwierigkeit und Bedeutung der Rechtssache, Umfang des anwaltlichen Zeitaufwands und anhand weiterer Kriterien innerhalb eines bestimmten Rahmens (daher: Rahmengebühren) den angemessenen Ansatz der Gebühr (Sie kennen dieses Gebührensystem aus der Medizin bei privatärztlicher Behandlung, wenn der Arzt z.B. das dreifache der Gebühr liquidiert).

Die Vergütung des Rechtsanwalts richtet sich grundsätzlich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG); dieses Gesetz mit seiner Gebührenordnung gilt für alle Rechtsanwälte gleich und gleichermaßen.

Vergütungsvereinbarung (Honorarvereinbarung)
Für die Tätigkeit des Rechtsanwalts kann auf Grund des Aufwands für die Bearbeitung der einzelnen Rechtssache - entweder Mehraufwand oder aber auch Minderaufwand - auch ein Stundenhonorar vereinbart werden. Eine solche Vergütung in bestimmter Höhe im Wege einer Vergütungsvereinbarung (auch Honorarvereinbarung genannt) muss in jedem Falle - in aller Regel zu Beginn der anwaltlichen Tätigkeit - gesondert ausgehandelt und schriftlich niedergelegt werden.

Eine die gesetzlichen Gebühren unterschreitende Pauschalvereinbarung ist nur dann zulässig, wenn und soweit hierbei ein angemessenes Verhältnis zu Leistung, Verantwortung und Haftungsrisiko des Anwalts gewahrt bleibt (zu allem s. § 4 Abs. 2 RVG). Denken Sie aber an die Wahrheit des Volksmunds (hier: »Was nichts oder nicht viel kostet, taugt nichts«). Gute Leistung hat aus guten Gründen ihren Preis.

Rechtsschutzversicherungen akzeptieren regelmäßig keine Vergütungsvereinbarungen; auch hier sollte vor Vertragsschluß mit dem Rechtsschutzversicherer abschließend Klarheit geschaffen werden.

Erfolgshonorare

Es ist auch zulässig, mit dem Rechtsanwalt eine erfolgsorientierte Vergütung zu vereinbaren. Dies bietet sich insbesondere in schwierigen Familiensachen an, bei denen es um Billigkeitsentscheidungen im Einzelfall geht (etwa Unterhaltsrecht), oder in denen auf Grund völlig offener Bewertungsfragen ein hohes Prozeßkostenrisiko besteht (etwa im Familienvermögensrecht). Wir stehen erfolgsorientierten Honoraren sehr aufgeschlossen gegenüber.


Sie können sich auch selbst mit einem der vielen Kostenrechner über die Höhe der Gebühren der Rechtsanwälte informieren, etwa mit dem Gebührenrechner des Deutschen Anwaltsvereins.