Fachanwälte im Familienrecht gesucht

Bremer Tabellen zur Berechnung des Altersvorsorgeunterhalts 2000 - 2015

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[1]

Nettobemessungsgrundlage in Euro

(= vorläufiger Elementarunterhalt)

Zuschlag in Prozent zur Berechnung der Bruttobemessungsgrundlage

(= fiktives Bruttoeinkommen für die Berechnung des Vorsorgeunterhalts)

Nettobemessungsgrundlage in Euro

(= vorläufiger Elementarunterhalt)

Zuschlag in Prozent zur Berechnung der Bruttobemessungsgrundlage

(= fiktives Bruttoeinkommen für die Berechnung des Vorsorgeunterhalts)

001 – 865 14 % 2.616 – 2.675 46 %
866 – 915 15 % 2.676 – 2.730 47 %
916 – 960 16 % 2.731 – 2.790 48 %
961 – 1.010 17 % 2.791 – 2.845 49 %
1.011 – 1.060 18 % 2.846 – 2.905 50 %
1.061 – 1.105 19 % 2.906 – 2.960 51 %
1.106 – 1.145 20 % 2.961 – 3.015 52 %
1.146 – 1.175 21 % 3.016 – 3.070 53 % [2]
1.176 – 1.205 22 % 3.071 – 3.125 54 %
1.206 – 1.230 23 % 3.126 – 3.180 55 %
1.231 – 1.270 24 % 3.181 – 3.235 56 %
1.271 – 1.310 25 % 3.236 – 3.285 57 %
1.311 – 1.350 26 % 3.286 – 3.345 58 %
1.351 – 1.390 27 % 3.346 – 3.400 59 %
1.391 – 1.440 28 % 3.401 – 3.515 60 % [3]
1.441 – 1.495 29 % 3.516 – 3.710 61 %
1.496 – 1.555 30 % 3.711 – 3.925 62 %
1.556 – 1.615 31 % 3.926 – 4.170 63 %
1.616 – 1.675 32 % 4.171 – 4.44 5 64 %
1.676 – 1.740 33 % 4.446 – 4.760 65 %
1.741 – 1.805 34 % 4.761 – 5.125 66 %
1.806 – 1.875 35 % 5.126 – 5.550 67 %
1.876 – 1.945 36 % 5.551 – 6.055 68 %
1.946 – 2.015 37 % 6.056 – 6.655 69 %
2.016 – 2.090 38 % 6.656 – 7.390 70 %
2.091 – 2.165 39 % 7.391 – 8.305 71 %
2.166 – 2.240 40 % 8.306 – 9.475 72 %
2.241 – 2.315 41 % 9.476 – 11.040 73 %
2.316 – 2.390 42 % 11.041 – 12.635 74 %
2.391 – 2.470 43 % ab 12.636 75 %
2.471 – 2.550 44 %
2.551 – 2.615 45 %

Fortgeführt von Werner Gutdeutsch, RiOLG a.D.

 [1] Berechnet unter Berücksichtigung Berücksichtigung von Beitragssätzen von 19,9% für die Rentenversicherung und 2,8% für die Arbeitslosenversicherung, und Lohnsteuer der Klasse I ohne Kinderfreibeträge mit Solidaritätszuschlag; zur Anwendung vgl. BGH FamRZ 1981, 442, 444 f; 1983, 888, 889 f; s. auch BGH FamRZ 1985, 471, 472 f. Die Lohnsteuer muss nun auch die Sozialabgaben berücksichtigen. Der Tabelle zugrunde gelegt wurden gesetzliche Krankenversicherung und Kinderlosenzuschlag zur Pflegeversicherung (wie Prüftabelle des amtlichen Programmablaufplans).

[2] In den neuen Bundesländern wird bei einer Beitragsbemessungsgrenze von 4.650 € mit einer Nettobemessungsgrundlage von 3.036,72 € und einem Zuschlag von 53,13 % der höchstmögliche Einzahlungsbetrag in die gesetzliche Rentenversicherung von 925 € erreicht.

[3] In den alten Bundesländern wird bei einer Beitragsbemessungsgrenze von 5.500 € mit einer Nettobemessungsgrundlage von 3.431,99 € und einem Zuschlag von 60,26% der höchstmögliche Einzahlungsbetrag in die gesetzliche Rentenversicherung von 1.094 € erreicht. Nach BGH FamRZ 2007, 117 = FuR 2007, 28 ist aber auch ein Vorsorgeunterhalt jenseits der Beitragsbemessungsgrenze nach den Grundsätzen der Bremer Tabelle zu berechnen.


Nettobemessungsgrundlage in Euro


(= vorläufiger
Elementarunterhalt)
Zuschlag in Prozent zur Berechnung der Bruttobemessungsgrundlage
(= fiktives Bruttoeinkommen für die Berechnung des Vorsorgeunterhalts)
Nettobemessungsgrundlage in Euro


(= vorläufiger
Elementarunterhalt)
Zuschlag in Prozent zur Berechnung der Bruttobemessungsgrundlage
(= fiktives Bruttoeinkommen für die Berechnung des Vorsorgeunterhalts)
001 - 82513 %2.116 - 2.17545 %
826 - 87514 %2.176 - 2.23046 %
876 - 91515 %2.231 - 2.28547 %
916 - 95016 %2.286 - 2.34548 %
951 - 98517 %2.346 - 2.40049 %
986 - 1.02518 %2.401 - 2.45550 %
1.026 - 1.06019 %2.456 - 2.510 51 %
1.061 - 1.09520 %2.511 - 2.56552 %
1.096 - 1.12021 %2.566 - 2.62053 %
1.121 - 1.13522 %2.621 - 2.67554 %
1.136 - 1.155 23 %2.676 - 2.73055 %
1.156 - 1.17524 %2.731 - 2.78556 %
1.176 - 1.20025 %2.786 - 2.83557 %
1.201 - 1.24026 %2.836 - 2.89058 %
1.241 - 1.27527 %2.891 - 2.94059 %
1.276 - 1.31528 %2.941 - 2.99060 %
1.316 - 1.36029 %2.991 - 3.04561 %
1.361 - 1.40030 %3.046 - 3.10062 %
1.401 - 1.44531 %3.101 - 3.15563 %
1.446 - 1.49032 %3.156 - 3.21564 %
1.491 - 1.54033 %3.216 - 3.31065 %
1.541 - 1.58534 %3.311 - 3.56066 %
1.586 - 1.63535 %3.561 - 3.85567 %
1.636 - 1.68536 %3.856 - 4.20568 %
1.686 - 1.73537 %4.206 - 4.62569 %
1.736 - 1.790 38 %4.626 - 5.13570 %
1.791 - 1.840 39 %5.136 - 5.77071 %
1.841 - 1.89540 %5.771 - 6.58572 %
1.896 - 1.95041 %6.586 - 7.67073 %
1.951 - 2.00542 %7.671 - 9.18574 %
2.006 - 2.06043 %ab 9.18675 %
2.061 - 2.11544 %  

Hinweise zur Anwendung der Bremer Tabelle

Mit den jeweiligen Bremer Tabellen zum Altersvorsorgeunterhalt wird ein fiktiver Bruttolohn ermittelt, aus dem der Altersvorsorgeunterhalt als fiktiver Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung errechnet wird, und zwar auf Grund folgender Berechnungsschritte:

1. Zunächst wird aus dem Einkommen der Parteien nach den üblichen unterhaltsrechtlichen Berechnungsmethoden ein vorläufiger Elementarunterhalt ermittelt;

2. Dieser vorläufige Elementarunterhalt wird sodann um einen je nach Höhe des vorläufigen Elementarunterhalts unterschiedlichen Prozentsatz nach der jeweils geltenden Bremer Tabelle zu einem fiktiven Bruttoeinkommen erhöht;

3. Dieses fiktive Bruttoeinkommen (der nur für diese rechnerischen Ermittlungen erhöhte »Brutto«-Unterhaltsbetrag) wird sodann mit dem Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung multipliziert; das Ergebnis ist der Vorsorgeunterhalt;

4. Daran anschließend ist regelmäßig der (endgültige) Elementarunterhalt zu berechnen; im Rahmen dieser Berechnung wird der in Berechnungsschritt 3. ermittelte Vorsorgeunterhalt als Belastung vom Einkommen des Unterhaltsschuldners vorweg abgezogen. Dieser Berechnungsschritt unterbleibt allerdings dann, wenn der Vorsorgeunterhalt aus Einkommen des Unterhaltsschuldners gedeckt werden kann, welches der Bemessung des Ehegattenunterhalts nicht unterfällt.


Beispiel

Das prägende Einkommen des Unterhaltsschuldners beträgt 3.500 €. Altersvorsorgeunterhalt im Jahre 2007?

(1) Erwerbstätigenbonus: 1/7

Wird der Erwerbstätigenbonus mit 1/7 angesetzt, dann stehen dem Unterhaltsgläubiger zunächst 3/7, also 1.500 €, zu. Die für 2007 geltende Bremer Tabelle weist bei dieser Nettobemessungsgrundlage einen Zuschlag von 35 % aus; somit ist die Bemessungsgrundlage für die Ermittlung des Altersvorsorgeunterhalts mit (1.500 € + 35 % =) 2.025 € anzusetzen. Der Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung beträgt ab 01.01.2007 19,9%. Damit errechnet sich ein Altersvorsorgeunterhalt in Höhe von (2.025 € x 19,9 % = gerundet) 403 €.

(2) Erwerbstätigenbonus: 1/10

Wird der Erwerbstätigenbonus mit 1/10 angesetzt, dann stehen dem Unterhaltsgläubiger zunächst 45%, also 1.575 €, zu. Die ab 01.01.2007 geltende Bremer Tabelle weist bei dieser Nettobemessungsgrundlage einen Zuschlag von 36 % aus; somit ist die Bemessungsgrundlage für die Ermittlung des Altersvorsorgeunterhalts mit (1.575 € + 36 % =) 2.142 € anzusetzen. Der Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung beträgt ab 01.01.2007 19,9%. Damit errechnet sich ein Altersvorsorgeunterhalt in Höhe von (2.142 € x 19,9 % = gerundet 426 €.

Kann der Unterhaltsschuldner diesen Betrag aus einem Einkommen, das er nicht mit dem Unterhaltsgläubiger teilen muß, bezahlen, endet hier die Berechnung (einfache, sog. einstufige Berechnung).

Ansonsten ist der endgültige Elementarunterhalt neu zu berechnen (sog. zweistufige Berechnung):

(1) Erwerbstätigenbonus: 1/7

3.500 € ./. 403 € = 3.097 €; hieraus 3/7 = (gerundet) 1.327 € als endgültiger Elementarunterhalt. Zahllast für den Unterhaltsschuldner insgesamt: (Altersvorsorgeunterhalt 403 € + Elementarunterhalt 1.327 € =) 1.730 €.

(2) Erwerbstätigenbonus: 1/10

3.500 € ./. 426 € = 3.074 €; hieraus 45 % = (gerundet) 1.383 € als endgültiger Elementarunterhalt. Zahllast für den Unterhaltsschuldner insgesamt: (Altersvorsorgeunterhalt 426 € + Elementarunterhalt 1.383 € =) 1.809 €.




Altersvorsorgeunterhalt - Tabellarische Übersichten auf der Grundlage der Bremer Tabellen 2009 und 2010

Von Richter am OLG a.D. WERNER GUTDEUTSCH

Bremer Tabelle zur Berechnung des Altersvorsorgeunterhalts 2010
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Bremer Tabelle zur Berechnung des Altersvorsorgeunterhalts 2009
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Zur Verwendung vgl. Gutdeutsch/Hampel, FamRZ 1992, 1028 = FuR 1992, 216 = NJW 1992, 2584.