Familienrecht Deutschland

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Düsseldorfer Tabelle 2010
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Süddeutsche Leitlinien 2010
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Düsseldorfer Tabelle 2009 [pdf]
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Einkommensteuer 2008 Tabellen
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FGG-Reformgesetz
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Gesetz zur Strukturreform des Versorgungsausgleichs
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Reformgesetz Zugewinngemeinschaft_01.09.2009
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Hinweise zur Anbieterkennzeichnungspflicht im Internet
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Preisindex für Lebenshaltung aller privaten Haushalte seit 1957

Verbraucherpreisindex 2005 = 100  -  Jahresindices


Das statistische Bundesamt Deutschland überarbeitet den Verbraucherpreisindex turnusmäßig in fünfjährigem Abstand. Am 29.02.2008 hat das Bundesamt von der bisherigen Basis 2000 auf das Basisjahr 2005 umgestellt und die Ergebnisse ab Januar 2005 neu berechnet.

1957 26,0 1966 32,1 1975 47,3 1984 68,1 1993 83,3 2002 95,9
1958 26,6 1967 32,8 1976 49,2 1985 69,5 1994 85,6 2003 96,9
1959 26,8 1968 33,3 1977 51,1 1986 69,4 1995 87,1 2004 98,5
1960 27,2 1969 33,9 1978 52,4 1987 69,6 1996 88,3 2005 100,0
1961 27,9 1970 35,1 1979 54,7 1988 70,5 1997 90,0 2006 101,6
1962 28,6 1971 36,9 1980 57,5 1989 72,5 1998 90,9 2007 103,9
1963 29,5 1972 39,0 1981 61,2 1990 74,4 1999 91,4 2008 106,6
1964 30,2 1973 41,7 1982 64,5 1991 75,9 2000 92,7 2009 107,0
1965 31,1 1974 44,6 1983 66,5 1992 79,8 2001 94,5 2010¹ 108,4

1957 - 1990: berechnet von der Deutschen Bundesbank

1991 - 2010: berechnet vom Statistischen Bundesamt

¹ Stand: 07/2010

[Für die Richtigkeit der Zahlenangaben übernehmen wir keinerlei Haftung]

Indexreihe Basis 2005 (pdf)
Speichern Öffnen Indexwerte_1957-2010.pdf (43,82 kb)



Verzugszinssätze ab 01.01.2002

Basiszinssatz

§ 247

Verzugszinssatz

§ 288 Abs. 1

Verzugszinssatz

§ 288 Abs. 2

jährlich Verbraucher

5% über Basiszins

Nichtverbraucher

8% über Basiszins

01.01.2002 - 30.06.2002 2,57 % 7,57% 10,57%
01.07.2002 - 31.12.2002 2,47 % 7,47% 10,47%
01.01.2003 - 30.06.2003 1,97 % 6,97% 9,97%
01.07.2003 - 31.12.2003 1,22 % 6,22% 9,22%
01.01.2004 - 30.06.2004 1,14 % 6,14% 9,14%
01.07.2004 - 31.12.2004 1,13 % 6,13% 9,13%
01.01.2005 - 30.06.2005 1,21 % 6,21% 9,21%
01.07.2005 - 31.12.2005 1,17 % 6,17% 9,17%
01.01.2006 - 30.06.2006 1,37 % 6,37% 9,37%
01.07.2006 - 31.12.2006 1,95 % 6,95 % 9,95 %
01.01.2007 - 30.06.2007 2,70 % 7,70 % 10,70 %
01.07.2007 - 31.12.2007 3,19 % 8,19 % 11,19 %
01.01.2008 - 30.06.2008 3,32 % 8,32 % 11,32 %
01.07.2008 - 31.12.2008 3,19 % 8,19 % 11,19 %
01.01.2009 - 30.06.2009 1,62 % 6,62 % 9,62 %
01.07.2009 - 31.12.2009 0,12 % 5,12 % 8,12 %
01.01.2010 - 30.06.2010 0,12 % 5,12 % 8,12 %
01.07.2010 - 21.12.2010 0,12 % 5,12 % 8,12 %


1. Verzugszinsen

Das Recht der Leistungsstörungen (§§ 275 f BGB) ist auch im Unterhaltsrecht grundsätzlich anzuwenden (s § 1613 Abs 1 BGB). Die Vorschriften für den Schuldnerverzug (§§ 286 ff BGB n.F.) gelten daher auch für Unterhaltsschulden: Der Schuldner hat, wenn er in Verzug geraten ist, dem Gläubiger den Verzögerungsschaden (insbesondere die Kosten eines Überbrückungskredits) zu ersetzen (§§ 286 ff BGB). Wird dem Gläubiger Geld als geschuldete Leistung vorenthalten, ist darin stets ein Schaden zu sehen. Ist der Unterhaltsschuldner demnach säumig, muss er auch Verzugszinsen bezahlen. § 288 BGB fingiert in Absatz 1 einen verzugsbedingten Mindestschaden: Eine Geldschuld ist während des Verzugs mit 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz zu verzinsen; die Geltendmachung eines weiteren Schadens ist nicht ausgeschlossen (§ 288 Abs. 4 BGB).


2. Prozesszinsen

Jedenfalls von dem Eintritt der Rechtshängigkeit an sind Unterhaltsschulden zu verzinsen (Prozesszinsen, § 291 S. 1 iVm § 288 Abs. 1 BGB), und zwar auch Ansprüche auf künftigen Unterhalt, die nach Rechtshängigkeit fällig und nicht erfüllt werden. Die Verzinsungspflicht nach § 291 BGB ist ihrem Wesen nach etwas anderes als die Verzinsungspflicht wegen Verzugs. Ihr selbständiger Rechtsgrund ist allein die Rechtshängigkeit: Der Schuldner wird schon deshalb einer Zinspflicht unterworfen, weil er es zum Prozess hat kommen lassen und für das damit eingegangene Risiko einstehen soll. Dieser (Prozess-)Zinsanspruch ergreift nicht nur die bei Antragserhebung und Ausurteilung bereits fällig gewordenen, sondern von der jeweiligen Fälligkeit an auch die zugesprochenen künftig zu entrichtenden Unterhaltsraten, soweit sie nicht rechtzeitig gezahlt werden (s §§ 258 ZPO, § 291 S. 1 BGB).




FuR
Handbuch des Fachanwalts Familienrecht 2009
Neues Güterrecht zum 01.09.2009
Anwaltunion e.V.




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