Familienrecht Deutschland

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Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 07.12.2011 (XII ZR 151/09) zu der Problematik der sog. Drittel-Lösung nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 25.01.2011 entschieden: Im Gleichrang zweier Ehegatten hat er die Mangelmasse über § 1581 BGB (Leistungsfähigkeit) im Drittel-Modus verteilt. Diese Lösung wurde auch von der Literatur weitgehend angeregt.




Michael Klein - Handbuch zum Familienvermögensrecht
Michael Klein - Handbuch zum Familienvermögensrecht

Dieses Werk erläutert alle denkbaren vermögensrechtliche Beziehungen in Familien und (Lebens-)Partnerschaften und berücksichtigt dabei alle Normen und Regelungen für Vermögenssachverhalte innerhalb familienrechtlicher Strukturen. Es umfasst alle Rechtsbeziehungen der Beteiligten auf allen Rechtsgebieten außerhalb des vierten Buches des BGB.

Um dem Leser einen umfassenden Überblick über die Materie zu bieten, ist das Werk streng nach dem „Dreistufenmodell“

1. Nebengüterrecht
2. Gesetzlicher Güterstand
3. Billigkeitsmechanismen

aufgebaut und ermöglicht so die komplette Abdeckung dieses komplexen Themenbereichs. Zahlreiche Hinweise, Praxistipps, Beispiele und Muster (letztere auch auf der beiliegenden CD-ROM) runden das Werk ab.

1. Auflage September 2011
ISBN: 978-3-472-08012-1
ca. 2.000 Seiten, gebunden




Kleffmann/Klein Unterhaltsrecht 2011
Speichern Öffnen 07933_SA_42-11_210x297_4c.pdf (2,32 Mb)




Düsseldorfer Tabelle 2011
Speichern Öffnen DT_2011.pdf (42,29 kb)

Düsseldorfer Tabelle 2010
Speichern Öffnen DT_2010.pdf (55,89 kb)

Süddeutsche Leitlinien 2010
Speichern Öffnen SuedL__2010.pdf (29,67 kb)

Düsseldorfer Tabelle 2009 [pdf]
Speichern Öffnen DT_2009.pdf (45,53 kb)

Einkommensteuer 2008 Tabellen
Speichern Öffnen ESt-2008-Grundtabelle-Splittingtabelle.pdf (1,05 Mb)

FGG-Reformgesetz
Speichern Öffnen FamFG_Fassung_01.09.2009.pdf (751,76 kb)

Gesetz zur Strukturreform des Versorgungsausgleichs
Speichern Öffnen VAStrRefG.pdf (184,57 kb)

Reformgesetz Zugewinngemeinschaft_01.09.2009
Speichern Öffnen Reformgesetz_Zugewinngemeinschaft_Fassung_01.09.2009.pdf (65,06 kb)

Hinweise zur Anbieterkennzeichnungspflicht im Internet
Speichern Öffnen Impressumspflicht.pdf (65,12 kb)

Referentenentwurf Änderung § 522 ZPO
Speichern Öffnen ZPO_522_Referentenentwurf_2010-11-18.pdf (76,19 kb)



Preisindex für Lebenshaltung aller privaten Haushalte seit 1957

Verbraucherpreisindex 2005 = 100  -  Jahresindices


Das statistische Bundesamt Deutschland überarbeitet den Verbraucherpreisindex turnusmäßig in fünfjährigem Abstand. Am 29.02.2008 hat das Bundesamt von der bisherigen Basis 2000 auf das Basisjahr 2005 umgestellt und die Ergebnisse ab Januar 2005 neu berechnet.

1957 26,0 1966 32,1 1975 47,3 1984 68,1 1993 83,3 2002 95,9
1958 26,6 1967 32,8 1976 49,2 1985 69,5 1994 85,6 2003 96,9
1959 26,8 1968 33,3 1977 51,1 1986 69,4 1995 87,1 2004 98,5
1960 27,2 1969 33,9 1978 52,4 1987 69,6 1996 88,3 2005 100,0
1961 27,9 1970 35,1 1979 54,7 1988 70,5 1997 90,0 2006 101,6
1962 28,6 1971 36,9 1980 57,5 1989 72,5 1998 90,9 2007 103,9
1963 29,5 1972 39,0 1981 61,2 1990 74,4 1999 91,4 2008 106,6
1964 30,2 1973 41,7 1982 64,5 1991 75,9 2000 92,7 2009 107,0
1965 31,1 1974 44,6 1983 66,5 1992 79,8 2001 94,5 2010 108,2

1957 - 1990: berechnet von der Deutschen Bundesbank

1991 - 2011: berechnet vom Statistischen Bundesamt

[Für die Richtigkeit der Zahlenangaben übernehmen wir keinerlei Haftung]

VPI 2011: 110,7

Indexreihe Basis 2005 (pdf)
Speichern Öffnen Indexwerte_1957-2011.pdf (102,76 kb)



Verzugszinssätze ab 01.01.2002

Basiszinssatz

§ 247

Verzugszinssatz

§ 288 Abs. 1

Verzugszinssatz

§ 288 Abs. 2

jährlich Verbraucher

5% über Basiszins

Nichtverbraucher

8% über Basiszins

01.01.2002 - 30.06.2002 2,57 % 7,57% 10,57%
01.07.2002 - 31.12.2002 2,47 % 7,47% 10,47%
01.01.2003 - 30.06.2003 1,97 % 6,97% 9,97%
01.07.2003 - 31.12.2003 1,22 % 6,22% 9,22%
01.01.2004 - 30.06.2004 1,14 % 6,14% 9,14%
01.07.2004 - 31.12.2004 1,13 % 6,13% 9,13%
01.01.2005 - 30.06.2005 1,21 % 6,21% 9,21%
01.07.2005 - 31.12.2005 1,17 % 6,17% 9,17%
01.01.2006 - 30.06.2006 1,37 % 6,37% 9,37%
01.07.2006 - 31.12.2006 1,95 % 6,95 % 9,95 %
01.01.2007 - 30.06.2007 2,70 % 7,70 % 10,70 %
01.07.2007 - 31.12.2007 3,19 % 8,19 % 11,19 %
01.01.2008 - 30.06.2008 3,32 % 8,32 % 11,32 %
01.07.2008 - 31.12.2008 3,19 % 8,19 % 11,19 %
01.01.2009 - 30.06.2009 1,62 % 6,62 % 9,62 %
01.07.2009 - 31.12.2009 0,12 % 5,12 % 8,12 %
01.01.2010 - 30.06.2010 0,12 % 5,12 % 8,12 %
01.07.2010 - 31.12.2010 0,12 % 5,12 % 8,12 %
01.01.2011 - 30.06.2011 0,12 % 5,12 % 8,12 %
01.07.2011 - 31.12.2011 0,37 % 5,37 % 8,37 %
01.01.2012 - 30.06.2012 0,12 % 5,12 % 8,12 %


1. Verzugszinsen

Das Recht der Leistungsstörungen (§§ 275 f BGB) ist auch im Unterhaltsrecht grundsätzlich anzuwenden (s § 1613 Abs 1 BGB). Die Vorschriften für den Schuldnerverzug (§§ 286 ff BGB n.F.) gelten daher auch für Unterhaltsschulden: Der Schuldner hat, wenn er in Verzug geraten ist, dem Gläubiger den Verzögerungsschaden (insbesondere die Kosten eines Überbrückungskredits) zu ersetzen (§§ 286 ff BGB). Wird dem Gläubiger Geld als geschuldete Leistung vorenthalten, ist darin stets ein Schaden zu sehen. Ist der Unterhaltsschuldner demnach säumig, muss er auch Verzugszinsen bezahlen. § 288 BGB fingiert in Absatz 1 einen verzugsbedingten Mindestschaden: Eine Geldschuld ist während des Verzugs mit 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz zu verzinsen; die Geltendmachung eines weiteren Schadens ist nicht ausgeschlossen (§ 288 Abs. 4 BGB).


2. Prozesszinsen

Jedenfalls von dem Eintritt der Rechtshängigkeit an sind Unterhaltsschulden zu verzinsen (Prozesszinsen, § 291 S. 1 iVm § 288 Abs. 1 BGB), und zwar auch Ansprüche auf künftigen Unterhalt, die nach Rechtshängigkeit fällig und nicht erfüllt werden. Die Verzinsungspflicht nach § 291 BGB ist ihrem Wesen nach etwas anderes als die Verzinsungspflicht wegen Verzugs. Ihr selbständiger Rechtsgrund ist allein die Rechtshängigkeit: Der Schuldner wird schon deshalb einer Zinspflicht unterworfen, weil er es zum Prozess hat kommen lassen und für das damit eingegangene Risiko einstehen soll. Dieser (Prozess-)Zinsanspruch ergreift nicht nur die bei Antragserhebung und Ausurteilung bereits fällig gewordenen, sondern von der jeweiligen Fälligkeit an auch die zugesprochenen künftig zu entrichtenden Unterhaltsraten, soweit sie nicht rechtzeitig gezahlt werden (s §§ 258 ZPO, § 291 S. 1 BGB).




FuR
Neues Güterrecht zum 01.09.2009
Handbuch des Fachanwalts Familienrecht 2011
Weiknreich-Klein Fachanwaltskommentar Familienrecht 2010


Anwaltunion e.V.




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